20.01.2020

Gute Therapie heißt Hilfe zur Selbsthilfe

Im MEDICLIN Reha-Zentrum Gernsbach werden Therapiekonzepte regelmäßig geprüft und überdacht. Mit hohem Engagement und fachlicher Expertise werden die verschiedenen Therapie-Abläufe unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse werden dann in den Alltag integriert. 

„Ein wichtiges Ergebnis unserer letzten Bewertung ist, dass wir in Zukunft noch besser auf jeden einzelnen Rehabilitanden eingehen werden“, erklärt René Schalles, Therapieleiter im Reha-Zentrum. Die Therapiedichte soll erhöht werden, die Therapiepläne individuell auf die Bedürfnisse jedes Patienten abgestimmt.

Und es gibt neue Ansätze für die Gruppentherapie: „Die Patienten trainieren gemeinsam in Kleingruppen mit ganz spezifischen Zielen, steigern sich allmählich von Gruppe zu Gruppe, motivieren sich gegenseitig – und werden im Laufe  der Reha immer unabhängiger von uns Therapeuten.“ Therapeut zu sein bedeute heutzutage, neben der klassischen Einzel- und Gruppentherapie auch wie ein Trainer oder Coach zu arbeiten, also Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, sagt Schalles. Schließlich sei es das Ziel jeder Reha, dass die Patienten wieder so selbstständig wie möglich leben können.

Teamarbeit ist ein wichtiger Faktor

Teamarbeit ist ein wichtiger Faktor

Damit Rehabilitanden genau das bekommen, was sie brauchen, sind enge Absprachen nötig –  zwischen den Ergo- und Physiotherapeuten, Logopäden, Pflegern, Ärzten und Sozialarbeitern im MEDICLIN Reha-Zentrum Gernsbach. Und selbstverständlich auch  zwischen seinen beiden Standorten: der neurologischen Früh- oder Intensivrehabilitation in der Casimir-Katz-Straße und der klassischen Reha mit kardiologischen, geriatrischen oder neurologischen Patienten am Langen Weg.

René Schalles hat in drei großen Reha-Einrichtungen gearbeitet, bevor er in Gernsbach anfing. „Das Besondere hier ist, dass wir unsere Rehabilitanden über eine sehr lange Zeit begleiten“, sagt er. Für den gelernten Physiotherapeuten heißt das, dass er Therapie-Erfolge jetzt öfter mit eigenen Augen sieht. Zum Beispiel, wenn ein Schlaganfall-Patient noch mit dem Krankenwagen in die neurologische Frührehabilitation gebracht wird – und das Reha-Zentrum Monate später selbstständig zu Fuß verlässt. Weil die Therapeuten der beiden Standorte sich eng austauschen, knüpfe man bestmöglich an Therapieerfolge an und müsse nicht immer wieder neu ansetzen.

Gute Reha ist also Teamarbeit. Zum Wohl der Patienten – aber auch der Mitarbeiter. Ein Beispiel dafür ist der Raum für  medizinische Trainingstherapie (MTT-Raum). Dieser wurde gerade mit neuen Geräten ausgestattet. René Schalles entwickelte zusammen mit seinem Team das ideale Trainings-Konzept dazu: Die Kollegen platzierten die Geräte bestmöglich im Raum, sicherten so optimale Trainingsabläufe und schulten sich gegenseitig darin, die neue digitale Technik zu bedienen. Jetzt wird der MTT-Raum intensiv genutzt. Tagsüber zum Training der Rehabilitanden – und nach Feierabend auch von den Mitarbeitern des Reha-Zentrums, als Fitnessstudio.