Entlassung und Nachsorge

Entlassung und Nachsorge

Was passiert nach meinem Aufenthalt im MEDICLIN Reha-Zentrum? Wie läuft die Entlassung ab? Welche Nachsorge-Angebote gibt es? Wer berät mich im Reha-Zentrum? Hier beantworten wir Ihre Fragen.

Nach der Reha

Für viele Patienten ist die Behandlung nach der Reha abgeschlossen. Es kommt aber vor, dass auch im Anschluss an den stationären Aufenthalt weitere Unterstützung notwendig ist.

Entlassung und Nachsorge

Wir leiten, wenn Bedarf besteht, schon während Ihres Aufenthalts Nachsorgemaßnahmen ein, die Ihren Reha-Erfolg festigen. Durch weitere therapeutische Maßnahmen soll auch Ihre Teilhabe am sozialen und beruflichen Leben sichergestellt werden.  

Sie können sich zudem jederzeit an unseren Sozialdienst wenden, der Sie neben der Organisation der Nachbehandlung unter anderem bei Fragen zu folgenden wichtigen Punkten unterstützt:

  • Leistungen der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung
  • Bestimmungen des Sozialhilferechts
  • Hilfe bei finanziellen Problemen
  • Vermittlung von Kontakten zu Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen
  • Krankheitsverarbeitung
  • Partnerschaft, Familie und Freundeskreis

Von unseren Ärzten und Therapeuten erhalten Sie am Ende Ihres stationären Aufenthaltes ein Übungsprogramm für Zuhause, dem Sie zur weiteren Verbesserung Ihres Gesundheitszustandes unbedingt nachgehen sollten. Ihr nachbehandelnder Facharzt bzw. Ihr Hausarzt sollte diesen Prozess regelmäßig kontrollieren.

Zudem erhalten Sie von uns Informationen zu Selbsthilfegruppen, in denen Sie sich mit Betroffenen ähnlicher Krankheitsbilder austauschen und gemeinsam trainieren können. Gerne erhalten Sie von uns bei Interesse die Kontaktdaten zu den entsprechenden Einrichtungen.

Bei der abschließenden Visite und Untersuchung legt Ihr behandelnder Arzt gemeinsam mit Ihnen fest, zu welchem Zeitpunkt und in welchem Ausmaß Sie wieder ins Berufsleben einsteigen können. Hier ist manchmal eine stufenweise Eingliederung sinnvoll, die wir ggf. mit Ihrem Arbeitgeber absprechen und planen.

Auch klären wir Sie über die verschiedenen Möglichkeiten der Nachsorgemaßnahmen der Rentenversicherungsträger auf, wie zum Beispiel IRENA-Programm, ASP-Programm und Reha-Sport und leiten diese nach Bedarf ein.

Kardiologie

In einem Abschlussgespräch zieht Ihr behandelnder Arzt eine individuelle Bilanz der stationären Rehabilitation. Wenn Sie nicht alle Ziele erreicht haben, werden diese für die Zeit der Nachsorge erneut gesetzt und ggf. abgeändert, damit Sie sie auch außerhalb unseres Reha-Zentrums umsetzen können. Darüber hinaus klären wir mit Ihnen sinnvolle Intervalle für Nachsorgeuntersuchungen und beraten Sie ggf. bezüglich körperlichem Training, Ernährungsumstellung und gesunder Lebensweise.

Besonders wichtig ist uns die Unterbringung unserer kardiologischen Patienten in Herzgruppen und Selbsthilfegruppen wie zum Beispiel dem IRENA-Programm der Deutschen Rentenversicherung.

Abschließend erhalten Sie von uns einen schriftlichen Nachsorgeplan sowie Adressen und Kontaktdaten von weiterbehandelnden Ärzten, Therapeuten und weiteren Ansprechpartnern.

Neurologie

Auch bei unserem neurologischen Nachsorgekonzept haben sich besonders Selbsthilfegruppen bewährt, zum Beispiel die ambulante Schlaganfallgruppe oder die MS-Selbsthilfe. Gerne erhalten Sie hierzu von uns Informationsmaterial und wir vermitteln Sie an entsprechende Einrichtungen.

Geriatrie

Das Augenmerk der geriatrischen Nachsorge liegt insbesondere auf der Selbstversorgungsfähigkeit, der häuslichen Situation sowie der möglichst beschwerdefreien Meisterung des Alltags. Sollte der Übergang in die stationäre Pflege notwendig sein, leiten wir die entsprechenden Schritte ein. Zudem unterstützen wir Sie bei der Hilfsmittelversorgung, der Einleitung ambulanter Hilfen sowie beim Antrag auf Pflegeeinstufung. Dabei arbeiten unsere Ärzte und der Sozialdienst eng mit Ihnen und Ihren Angehörigen zusammen.

Entlassmanagement

Wenn Sie nach der Entlassung weitere Unterstützung benötigen

Unsere Ärzte, Pfleger und der Sozialdienst bilden das Team des Entlassmanagements. Sie bereiten Ihre Entlassung sorgfältig vor und stellen bereits während Ihres Aufenthalts fest, ob Sie nach der Entlassung weitere Behandlung oder Pflege benötigen (Nachsorge).

Wenn eine weitere Behandlung oder Pflege nötig ist, informiert Sie das Team ausführlich darüber und berät Sie über die erforderlichen Schritte. Wir stimmen alle geplanten Maßnahmen zu Nachsorge und deren Organisation mit Ihnen ab. Wenn Sie möchten, können auch Angehörige oder Bezugspersonen an den Gesprächen teilnehmen. Auf Ihren Wunsch übernehmen wir die komplette Organisation für Ihre lückenlose Anschlussbehandlung. Dabei arbeiten wir eng mit den Pflege- und Krankenkassen zusammen.

Einwilligungserklärung der Patienten

Die Teilnahme am Entlassmanagement ist freiwillig. Der Patient gibt dazu bei unseren Mitarbeitern eine Einwilligungserklärung ab. In dieser Erklärung willigen Sie ein, dass

  • das Team des Entlassmanagements für Sie aktiv wird und dass die Kranken- und Pflegekasse eingebunden werden kann.
  • die Mitarbeiter patientenbezogene Daten an Dritte weiter geben dürfen, beispielsweise an niedergelassene Ärzte, Therapeuten oder die Kranken- und Pflegekasse.

Als Patient können Sie die Einwilligung zum Entlassmanagement jederzeit schriftlich widerrufen!

Anschlussversorgung nach der Reha

Je nach individuellem Fall gehören zum Entlassmanagement die Organisation von:

  • Medizinischer oder pflegerischer Versorgung
  • Ambulanter oder stationärer Behandlung in einer Rehaklinik
  • Der Aufnahme in eine Pflegeeinrichtung
  • Terminen mit niedergelassenen Ärzten, Therapeuten, Pflegediensten oder Selbsthilfegruppen
  • Anträgen auf Leistungen der Kranken- und Pflegekasse

Falls erforderlich kann unser behandelnder Krankenhausarzt in begrenzten Maße

  • Medikamente, Heil- und Hilfsmittel, Soziotherapie oder häusliche Krankenpflege verordnen
  • Die Arbeitsunfähigkeit bescheinigen

Verzicht auf Entlassmanagement

Wenn Sie nicht am Entlassmanagement teilnehmen möchten, erteilen Sie uns einfach keine Einwilligungserklärung. Wir weisen Sie aber darauf hin, dass dieser Verzicht Folgen für die weitere Behandlung und die Nachsorge haben kann. Beispielsweise können sich nötige Anschlussbehandlungen oder die Bearbeitung von Anträgen bei der Kranken- oder Pflegekasse verzögern.

Wir empfehlen deshalb unseren Patienten, sich immer am Entlassmanagement zu beteiligen.

Kontakt zum Entlassmanagement (Reha)

Patienten und Ärzte erreichen das Team des Entlassmanagements unter +49 7224 992 664

  • Montag bis Freitag: 9 bis 19 Uhr
  • Samstag & Sonntag: 10 bis 14 Uhr, unter +49 7224 992 578

Nützliche Links

Selbsthilfegruppen

In Selbsthilfegruppen unterstützen sich "Betroffene" gegenseitig. Adressen bekommen Sie über Ihr örtliches Gesundheitsamt oder aber auch über die "Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen" (NAKOS) in Berlin unter www.nakos.de

Spezielle Selbsthilfegruppen

Lebensberatungsstellen

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Ewa Bucher

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Sozialdienst

Pia Closs

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Lena Schmitz

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