Neurologie: Ambulante Reha
In der ambulanten Reha behandeln wir Menschen mit neurologischen Erkrankungen.
In der ambulanten Reha behandeln wir Menschen mit neurologischen Erkrankungen.
In der ambulanten neurologischen Rehabilitation behandelt unser ärztliches, therapeutisches und pflegerisches Team Menschen mit neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson oder Polyneuropathie. Tagsüber sind Sie bei uns in der Reha, abends sind Sie wieder zu Hause.
Ziel ist es, verloren gegangene Funktionen wie Bewegung, Sprache oder kognitive Fähigkeiten durch Therapien wie Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie wiederherzustellen oder zu verbessern.
Zwischen den Therapieanwendungen steht Ihnen ein Ruheraum zur Verfügung. Umkleiden und Duschen sind ebenfalls vorhanden. Die Therapien finden im Zeitraum zwischen 8.00 und 16.00 Uhr statt.
Eine ganztägige ambulante Rehabilitation eignet sich für Menschen, die in einem Umkreis von höchstens 50 km bzw. 45 Fahrminuten entfernt wohnen. Unsere Patienten müssen in den motorischen und geistigen Aktivitäten des alltäglichen Lebens soweit selbstständig sein, dass sie ihre Therapien eigenständig aufsuchen können.
Zuallererst untersuchen wir Sie umfassend und befragen Sie zu Ihrem Krankheitsverlauf, Ihrer persönlichen Situation und Ihren Beschwerden. Wir stehen Ihnen aber auch gerne für alle Ihre Fragen zur Verfügung.
Welche Therapien wir bei Ihnen einsetzen, hängt ab von Ihrem Krankheitsbild und dem individuellen Gesundheitszustand. Den Therapieplan erstellen wir zu Beginn der Reha gemeinsam mit Ihnen.
Berufliche Rehabilitation über die Rentenversicherung
In unserer medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR) unterstützen wir Sie, nach neurologischen Erkrankungen wieder an Ihren Arbeitsplatz zurückzukehren. Falls Sie wegen dauerhafter neurologischer Erkrankungen Probleme in Ihrem Beruf haben, helfen wir Ihnen, damit Sie weiterarbeiten können.
Am Anfang der Rehabilitation besprechen wir mit Ihnen die Anforderungen Ihres Berufes und Arbeitsplatzes und passen die Therapien Ihren Bedürfnissen an. Auch berufliche Problemlagen, wie Überforderung am Arbeitsplatz, fließen in den Therapieplan ein.
Neben einer ausführlichen neurologischen Untersuchung und Befundbesprechung erfolgt eine arbeitstherapeutische Leistungsanalyse.
Über die o.g. Therapiemöglichkeiten hinaus erstellen wir auf bestimmte Berufsgruppen zugeschnittene Therapiepläne:
Unser Sozialdienst berät Sie zu Wiedereingliederungsmaßnahmen, Hilfen am Arbeitsplatz und Therapien nach der Rehabilitation. Er informiert Sie außerdem über das Schwerbehindertenrecht und die Berentung.
Unsere Psychologen unterstützen Sie bei Stress, Konflikten und psychischer Belastung am Arbeitsplatz.
Falls Sie einen Schlaganfall erlitten haben, erklären wir Ihnen in einem Seminar Ursachen und Therapien. Außerdem lernen Sie, wie Sie einen erneuten Schlaganfall vermeiden können.
Am Ende der Rehabilitation besprechen wir mit Ihnen Ihre Leistungsfähigkeit und die weitere berufliche Situation. Es besteht auch die Möglichkeit einer abschließenden Belastungserprobung.
Hier finden Sie Anträge für eine berufliche Rehabilitation über die Rentenversicherung sowie Informationen zum Wunsch- und Wahlrecht.
Sowohl motorische/sensible Funktionseinschränkungen als auch kognitive Störungen behandeln wir mit ergotherapeutischen Maßnahmen/Ergotherapie im Einzel- oder Gruppensetting.
Ergotherapie zielt darauf ab, Muskelfunktionen anzubahnen, damit unsere Patienten ein selbstbestimmtes Leben im Alltag und Beruf wiedererlangen. Hierzu zählen in erster Linie die Körperpflege, das Ankleiden, der Toilettengang und die Hantierfunktion.
Bei jungen Menschen streben wir in der Regel eine Rückkehr der Patienten ins Berufsleben an. Auf dem Therapieplan stehen deshalb u. a. arbeitsplatzbezogene Behandlungen und Belastbarkeitserprobungen.
Die Ernährungsberatung in der Neurologie ist speziell auf unsere Patienten mit Schluckstörungen abgestimmt. Neben der logopädischen Schluckdiagnostik und -therapie beraten wir Sie und Ihre Angehörigen ausführlich welche Nahrungskonsistenzen Sie zu sich nehmen können.
Wir halten vielfältige Gerichte in geeigneten Kostformen (z. B. Brei, mit festen Bestandteilen oder ohne, angedickte Kost, angedickte Flüssigkeiten) für Sie bereit die genau auf Ihre Schluckstörung angepasst werden.
Weitere Angebote der Ernährungsberatung
Schädigungen des zentralen und peripheren Nervensystems können zu Störungen der Sprache, des Sprechens und/oder des Schluckens führen. Notwendige therapeutische Maßnahmen sollten so früh wie möglich eingeleitet werden, um Komplikationen und Fehlanpassungen zu vermeiden. Wir behandeln Patienten mit:
Ziele der Logopädie
Klinische Neuropsychologie in der neurologischen Rehabilitation Phase C und D
Die klinische Neuropsychologie ist ein Fachgebiet der Psychologie. Sie beschäftigt sich mit den Auswirkungen einer Hirnverletzung z. B. nach einem Schlaganfall, einer Hirnblutung oder einer Hirnoperation. Eine solche Hirnverletzung kann neben motorischen und sprachlichen auch kognitive, visuelle, emotionale und Verhaltensveränderungen zur Folge haben. Diese Folgen möglichst frühzeitig zu erkennen und adäquat zu behandeln, ist Aufgabe und Kompetenz der klinischen Neuropsychologie.
In den Phasen C und D der neurologischen Rehabilitation werden die Rehabilitanden gezielt auf die Wiedereingliederung in ihren häuslichen und beruflichen Alltag vorbereitet. Aufgabe der klinischen Neuropsychologie ist die weiterführende und detaillierte psychologische und neuropsychologische Diagnostik, nach der betroffene kognitive Bereiche mit computergestützten Therapieverfahren gezielt trainiert werden können. Außerdem bekommen die Rehabilitanden bei Bedarf ein für sie individuell zusammengestelltes Paket mit Einzelleistungen wie psychologischer Beratung, Raucherentwöhnung oder Entspannungstraining.
Wir bieten:
Hypothesengeleitete neuropsychologische Diagnostik mit ausführlicher Befunderstellung und Formulierung sozialmedizinischer Empfehlungen
Beurteilung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sowie der psychophysischen Belastbarkeit
Moderne computergestützte kognitive Funktionstherapie
Psychotherapeutisch orientierte Gespräche in Form von Einzelberatungen sowie Hilfe bei der Krankheitsverarbeitung
Angehörigenberatung
Psychoedukation zu den Themen psychische Gesundheit im Alltag und am Arbeitsplatz, Stressprävention, Raucherentwöhnung und Post-Covid Langzeitfolgen
Beurteilung der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr
Entspannungsverfahren (progressive Muskelrelaxation, achtsamkeitsbasierte Meditationen u. a.)
Physikalische Anwendungen sind bei Patienten der Phase B zunächst wenig im Einsatz, im späteren Verlauf werden diese aber immer häufiger genutzt. In der Phase B können Lymphdrainage oder Massagen bei der Kontrakturprophylaxe und -therapie unterstützen.
Die Physiotherapie wird eingesetzt, um:
Diese Methoden werden als Einzeltherapie genutzt:
In der tiergestützten Therapie setzen wir einen Therapiehund ein.
Je nach Gesundheitszustand und Mobilität haben Sie die folgenden Möglichkeiten, zur ambulanten Rehabilitation zu kommen:
Die ambulanten Therapien erfolgen in der Regel an fünf Tagen pro Woche von Montag bis Freitag zwischen 8.15 Uhr und 16.30 Uhr.
Zwischen den Therapien haben Sie Zeit, sich auszuruhen und zu entspannen.
Ambulante Patienten erhalten wie auch stationäre Patienten während ihres Aufenthalts im Speisesaal ihr Mittagessen. Sie können täglich zwischen drei Auswahlmöglichkeiten wählen.
Innerhalb der Klinik gibt es Umkleideräume für die Patienten. Ebenso gibt es einen gesonderten Ruheraum für ambulante Patienten im Haus.
Die Nachsorge ist über die MEDICLIN Therapie-App möglich.
Diese Liste soll Ihnen Anregung und Hilfe beim Packen geben. Unter Umständen sind einige aufgeführte Dinge für Sie nicht sinnvoll, z. B. die Badekleidung bei frisch operierten Patienten mit noch nicht abgeschlossener Wundheilung.
Persönliche Unterlagen
Sportbekleidung und -schuhe
Hilfsmittel – falls schon vorhanden
Sie stellen einen Reha-Antrag wie bei der stationären Reha, besprechen ihn mit Ihrem Hausarzt/Ihrer Hausärztin oder Ihrem Facharzt/Ihrer Fachärztin und kreuzen im Reha-Antrag „ambulante Reha“ an.
Bei einer Anschlussheilbehandlung besprechen Sie die ambulante Reha direkt mit Ihrem Sozialdienst des Krankenhauses.