Den Greifbaum hat ein Schreiner eigens für das Reha-Zentrum angefertigt, genau nach den Vorstellungen des Therapeuten-Teams. „Es ist schön, auf diese Weise das Arbeitsumfeld mitgestalten zu können“, sagt Grässle, „das ist nicht in jedem Beruf so!“
Die Aufgabe der Physiotherapeuten ist es, Muskeln und Gelenke so zu trainieren, dass der Alltag wieder bestmöglich gelingt. Also zum Beispiel: Einen Becher greifen, zum Mund heben, trinken. Manche Patienten können sich kaum orientieren, haben die Augen geschlossen. So schwer betroffene Patienten begrüßt Pascal Grässle mit ruhiger Stimme und einer Berührung, „damit sie merken, dass sie sich in einer Therapiesituation befinden.“
Seit vier Jahren arbeitet er als Physiotherapeut. „Und es ist immer noch mein Lieblingsberuf“, sagt er. Interessant fand er das Arbeitsfeld schon als jugendlicher Vereinsfußballer, der bei Sportverletzungen selbst von „Physios“ behandelt wurde. Dass er sich nach seiner Ausbildung für den Bereich der Neurologie entschied, hat seine Leidenschaft für den Beruf noch verstärkt: Weil er zusammen mit dem Ärzte- und Therapeutenteam jeden Patienten immer wieder genau beobachten und überlegen muss, was gerade jetzt am besten hilft. Um wieder so selbstständig wie möglich leben zu können.
Oder um „an Weihnachten wieder zu Hause zu sein“, wie es sich ein Patient wünschte, der Pascal Grässle und seinem Team besonders in Erinnerung geblieben ist. „Sein Zustand war so kritisch, dass wir uns große Sorgen machten. Aber er hat es geschafft.“